WM 2022 Sie haben die WM-Stadien gebaut. Jetzt müssen sie um ihren Lohn kämpfen. Die Ausbeutung in Katar geht weiter

Ein Gastarbeiter bringt am 11.01.2017 an einer Straße vor dem Khalifa-Stadion in Doha, Katar
Ein Gastarbeiter bringt am 11.01.2017 an einer Straße vor dem Khalifa-Stadion in Doha, Katar
© Andreas Gebert / Picture Alliance
Ohne Menschen wie ihn hätte Katar sich vor der Welt blamiert – nicht einmal die Gehwege wären rechtzeitig fertig geworden. Trotzdem muss der ghanaische Gastarbeiter jetzt mit einer unerbittlichen Bürokratie um jeden Euro ringen, den er verdient hat. Und um seine Zukunft.

An einer Schnellstraße in der Industrial Area von Doha, wo Katar nicht viel mehr ist als Sonne, Staub und Schande, steht der ghanaische Bauarbeiter Thomas und schaut aus müden Augen auf eine Außenstelle des Arbeitsministeriums. Er sagt: "Heute werden wir uns nicht wieder wegschicken lassen." Er sagt: "Heute müssen sie eine Entscheidung treffen." Er sagt: "Das ist unser Recht."

Er spricht sich Mut zu, weil ihm hier in Katar nichts geschenkt wird, schon gar kein Mut. Hier in Katar, das muss man so sagen, wird Thomas bestohlen.

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