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LiDAR sei Dank Smarter Kamera-Trick: So einfach können Sie mit dem iPhone die Größe von Menschen vermessen

Die Maßband-App des iPhone ist ein nützlicher Helfer im Alltag und vermisst Menschen, Gegenstände und sogar Flächen
Die Maßband-App des iPhone ist ein nützlicher Helfer im Alltag und vermisst Menschen, Gegenstände und sogar Flächen
© Apple / Getty Images
Das iPhone beherrscht allerlei Tricks, die nicht jeder Nutzer findet. Einer der nützlichsten: Das iPhone lässt sich auch als Maßband verwenden. Leider geht das nicht mit jedem Modell.

Ob Taschenrechner, Notizblock Digital-Knipse oder MP3-Player: Das Smartphone hat Unmengen von Alltags-Gegenständen ersetzt. Dass sich neuere iPhones auch als halbwegs zuverlässiges Maßband eignen, wissen aber wohl die wenigsten Nutzer. Hier erfahren Sie, wie man mit dem iPhone Gegenstände oder sogar Menschen vermisst.

Die App namens "Maßband" führte Apple bereits mit dem iPhone 12 Pro ein. Der clevere Effekt: Richtet man die Kamera auf Gegenstände, kann es deren Maße erfassen und entsprechend anzeigen. Bei Menschen funktioniert das sogar automatisch.

So einfach funktioniert die Maßband-App

Die Nutzung ist denkbar einfach. Öffnet man die App, zeigt sie eine leicht modifizierte Ansicht der Kamera-App. Statt der üblichen Foto-Optionen ist ein Kreis zu sehen, der sich plastisch über Objekte bewegt, deren Größe sich vermessen lassen. Bewegen Sie das Gerät dazu so, dass der Punkt in der Mitte des Kreises das eine Ende des zu vermessenden Objektes überlagert und drücken sie das Plus-Symbol. Nun ist das Maßband angesetzt. Führen sie es nun ans andere Ende des Objekts und markieren sie dieses ebenfalls. Schon zeigt das iPhone den Abstand zwischen den Punkten an. 

Um die Messung zu speichern, muss man dann einfach die Zahl antippen. Der Kreisbutton rechts des Plus-Symbols nimmt eine Bilschirmaufnahme inklusive des Maßstabs auf. Will man mehrere Messungen vornehmen, fügt man mit einem weiteren Drücken der Plus-Taste weitere digitale Maßbänder hinzu.

Einen Menschen zu vermessen ist sogar noch einfacher. Das iPhone erkennt, wenn die App auf eine Person gerichtet ist. Ist der Abstand groß genug, erfasst das iPhone die Größe nach einem kurzen Moment automatisch. Eventuell bittet die App darum, den Abstand zu vergrößern. Damit die Erkennung zuverlässig funktioniert, muss allerdings das Gesicht klar erkennbar sein. Eine Kopfbedeckung oder eine Maske sollte man nicht tragen, erläutert Apple auf seiner Support-Seite zu der Funktion. Im Test verzerrten auch nach oben stehende Haare gelegentlich das Ergebnis 

Maßband-App: Wie funktioniert die iPhone-Messung genau?

Möglich wird die App durch den Entfernungs-Sensor LiDAR. Dabei handelt es sich vereinfach gesagt um eine auf Laser basierenden Version von Radar. Mit Lichtstrahlen kann der Sensor erfassen, wie weit Objekte von ihm entfernt sind. Und so auch die ungefähre Größe der Gegenstände und Personen berechnen. Jedes iPhone beherrscht diesen Trick leider nicht: Der LiDAR-Sensor finden sich bislang nur in den Pro-Modellen des iPhone 12, 13 und 14. Auch die neueren iPad Pro bringen ihn mit. Der Sensor ist in der Kamera-Ausbuchtung als Kreis gegenüber dem Blitz zu finden.

Hundertprozentig sollte man sich nicht auf die Messung verlassen. Zwar wurden bei einem Versuch in der Redaktion mehrere Personen recht genau in ihrer Körpergröße erfasst und auch Gegenstände relativ präzise gemessen. An die millimetergenaue Messung mit einem echten Maßband kommt die App aber nicht heran, es kommt teilweise zu Unterschieden einiger Zentimeter. Für Handwerker ist die App daher nicht geeignet. Will man aber grobe Maße haben oder etwa einen passenden Bilderrahmen aussuchen, bietet die App eine nützliche Unterstützung.

Quelle: Apple

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